ASCII Code

ASCII Code – Kurz & einfach erklärt:

Der ‚American Standard Code for Information Interchange’ kurz ASCII genannt (wird ‚aski’ ausgesprochen), ist ein universeller Code zur Kodierung von Zeichensätzen.

Der ASCII-Code beinhaltet 128 Zeichen, von denen 95 druckbar (Buchstaben, Sonderzeichen etc.) und 33 nicht druckbar sind (Steuerzeichen).

Alle Informationen in der digitalen Welt werden als Zahl verarbeitet. Der ASCII-Code dient dazu, alle Buchstaben, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen quasi in eine vom System lesbare Zahl umzuwandeln.

Woher stammt der ASCII Code?

Als Vorläufer des ASCII-Codes kann beispielsweise das Morse-Alphabet und die Kodierung, die bei Fernschreibern benutzt wurde, angesehen werden. Ein festgesetztes akustisches Signal wird dabei in Buchstaben umgewandelt. SOS … — … (dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz) kennt jeder. Das akustische Signal wird also quasi in, für uns verständlichen, Text übersetzt

Im Jahr 1961 wurde durch Robert Bemer, einen amerikanischen Computerpionier, der allgemeine Code für die Darstellung alphanumerischer Zeichen entwickelt. Dieser wurde von der ANSA (American National Standards Association) akzeptiert und 1963, nach Weiterentwicklung durch mehrere Ingenieure, in ihrer endgültigen Version verabschiedet.

Warum wird der ASCII Code eingesetzt?

Die Rechenprozesse eines Computers basieren immer auf dem binären System. Das bedeutet, dass hier ausschließlich die Zahlen 1 und 0 die Vorgänge bestimmen. Aus diesem Grund ist der ASCII-Code auch auf diesem System aufgebaut.

ASCII ‚übersetzt’ quasi unsere Alphabet für den Computer (der sonst damit nichts anzufangen wüsste) in Codes mit je sieben Einser und Nullen, da seine internen Vorgänge auf dem binären System basieren – er also nur Zahlen zuordnen kann.

Der ursprünglich von Robert Bemer entwickelte Code wird dazu verwendet, um die Darstellung von Buchstaben und Co. durch elektronische Geräte wie beispielsweise PCs, zu ermöglichen.

Was macht den ASCII Codes aus?

In der ursprünglichen 7-Bits-Kodierung lassen sich 128 Zeichen darstellen. In den nur wenige Male geänderten Versionen der Kodierung seit ihrem Ursprung, existiert zwischenzeitlich allerdings ein achtes Bit, das Verwendung findet, um beispielsweise auch nationale Eigenheiten, wie die deutschen Umlaute Ä, Ö und Ü darstellen zu können.

Die Kombination der sieben Stellen nennt man auch Byte. Das achte (neue) Bit, das zu einem Byte gehört, ermöglicht es, die verfügbaren Zeichen von 128 auf 256 zu erhöhen.

Der ASCII-Code kann allerdings nur für unser lateinisches Alphabet genutzt werden. Für beispielsweise arabische Schriftzeichen haben sich auf Unicode basierende Zeichensätze wie UTF-8 etabliert, das Platz für über eine Million verschiedener Zeichen bietet und sogar mit ASCII kompatibel ist.

Wie funktioniert eine Kodierung im ASCII Code?

Jedem Zeichen wird eine 7-stellige Anzahl von Einsen und Nullen zugeordnet, die einen festen Platz innerhalb der 128 Kodierungsmöglichkeiten haben.

Hier eine Übersicht:

– Die Plätze 0 bis 31 & 127 sind für Steuerzeichen reserviert. Dies sind nichtdruckbare Zeichen, die Kommandos an den PC übermitteln. Hiermit werden beispielswiese Tabulatoren oder Zeilenumbrüche gesetzt.

– Die Plätze 48 bis 57 sind den Ziffern vorbehalten und umfassen die zehn Zahlen von Null bis Neun.

– Die Plätze 65 bis 90 sind für die Großbuchstaben unseres Alphabets und die Plätze von 97 bis 122 für die Kleinbuchstaben vorgesehen.

– Die Plätze 32 bis 47 & 58 bis 64 & 91 bis 96 & 123 bis 126 werden für alle druckbaren Sonderzeichen verwendet wie Komma, Punkt, Klammern, Prozent usw. Jedes einzelne Zeichen hat also seine eigene Kodierung.

Welche Zeichen gibt es im ASCII Code?

Alle Zeichen hier einzeln aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Allerdings gibt es im Internet genügend Möglichkeiten ASCII-Tabellen in vollem Umfang einzusehen. Hier nur einige Beispiele zum besseren Verständnis:

Steuerzeichen
Platz 10 = 0001010 = Lässt Cursor in die nächste Zeile springen
Platz 12 = 0001100 = Befehligt einen Seitenumbruch
Platz 16 = 0010000 = Bedeutung der nachfolgenden Zeichen wird verändert

Ziffern
„font-weight: 400;“>Platz 50 = 0110010 = 2
Platz 55 = 0110111 = 7
Platz 57 = 0111001 = 9

Buchstaben
Platz 77 = 1001101 = M
Platz 82 = 1010010 = R
Platz 109 = 1101101 = m
Platz 114 = 1110010 = r

Sonderzeichen
Platz 33 = 0100001 = Ausrufezeichen !
Platz 36 = 0100100 = Dollarzeichen $
Platz 45 = 0101101 = Bindestrich –

Wird der ASCII Code von neueren Kodierungen verdrängt?

Auch heute hat der ASCII-Code nichts von seiner Nützlichkeit eingebüßt, obwohl seit dem Jahr 2008 UTF-8 (8-Bit UCS Transformation Format oder Unicode) ASCII von Platz 1 verdrängt hat. Die ersten 127 Zeichen in UTF-8 sind identisch mit denen aus dem ASCII-Code.

ASCII benutzt eine 7- oder 8-Bit-Codierung, während Unicode eine variable Bit-Codierung verwendet und ist im Gegenteil zu ASCII standardisiert.

Unicode repräsentiert die meisten Schriftsprachen der Welt, ASCII nicht.

Beispiele für Zeichen, die über UTF-8 sichtbar werden sind: ① ⌛ ☺ etc.

Neue Verwendung für ASCII

Relativ neu ist die sogenannte ‚ASCII-Art’ – eine Kunstform, die ausschließlich die druckbaren Zeichen des ASCII-Codes verwendet, um Bilder zu erzeugen.

Das fängt bei Schriftzügen an, geht über einfache Piktogramme bis hin zu ‚richtigen Bildern’. Durch die unterschiedliche Helligkeit der einzelnen Zeichen lassen sich dabei sogar richtige Schattierungen darstellen.

Trotz moderner Methoden gilt der ASCII-Code als Urgestein und wird nicht so schnell untergehen.

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